Jugendliche versuchen sich im Crossgolf

Dass  die Elsteraner Jugendlichen sportbegeistert sind, ist bekannt. So warten die Mädchen und Jungen im Jugendklub förmlich darauf, dass das Sportmobil wieder Station macht oder es in die Kegelhalle geht. Nun haben sie eine neue Leidenschaft entdeckt: Crossgolf. Gebannt folgten sie zunächst den Worten von Ingolf Nitzsche, der ihnen etwas über die Geschichte erzählte. Unter anderem erklärte er, dass auf der Anlage die Löcher, die sonst immer die Ziele sind, fehlen (außer auf zwei Bahnen). Auch ist das Grün bei langem nicht so gut gepflegt, gibt es auch keine Wasserlöcher. Ziel kann alles Mögliche sein. In Elster reichen diese zum Beispiel von einem ausgedienten Feuerlöscher über einen Ausgleichsbehälter einer Heizung bis hin zu einer ausgeschlachteten Waschmaschine oder einer Plastemülltonne. Crossgolf kommt aus Schottland und ist eigentlich die Urform des Golfes.

Nach diesen Erläuterungen öffnete Ingolf Nitzsche sein Auto und zum Vorschein kamen jede Menge Schläger und ein Pappkarton gut gefüllt mit weißen Bällen. Doch wer dachte, nun geht es endlich los, der sah sich getäuscht. Zunächst mussten alle noch die Sicherheitshinweise über sich ergehen lassen und einige Hinweise zum richtigen Halten des Schlägers zur Kenntnis nehmen. Dann ging es endlich auf den Platz, zum Startpunkt der ersten Bahn. Erste Erkenntnis fast aller Kinder: Es ist gar nicht so einfach den kleinen weißen Ball zu treffen, ihn möglichst weit abschlagen und dann auch noch in die erforderliche Richtung. Dann ging es jedoch vorwärts. Der Spaß an diesem Sport wurde immer größer. Auch den kleinen Jannik, der eigentlich nur zusehen wollte, erfasste die Begeisterung immer mehr. Er bekundete bei einem nächsten Mal auf alle Fälle wieder dabei zu sein.

Drei Bahnen wurde gespielt, in anstrengenden eineinhalb Stunden. Zu mehr reichte die Zeit nicht mehr. Ingolf Nitzsche und auch Frank Grabo, der kurze Zeit später zu der Truppe kam, halfen immer mal mit einem Schlag aus. Wenn dann das Ziel getroffen wurde, war der Jubel natürlich groß. Spaß hatten offensichtlich auch die beiden „Profis“, denn sie erklärten, dass es nicht die letzte Übungseinheit für die Mädchen und Jungen gewesen sein soll. Darauf wird der Jugendklub sicher zurückkommen. Auch das erste große Zeltlager in Elster zu Beginn der Sommerferien werden sie unterstützen, so wurde vereinbart.

Eine Mutti und eine Oma beobachteten das Treiben aus sicherer Entfernung. Sie zeigten sich überrascht, was den Besuchern des Jugendklubs so alles geboten wird.

Text und FotosMedientreff – Sabine Hoffmann